Beschreibung & Herkunft
Scharfe Gerichte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, wofür der Chili, auch Cayenne-Pfeffer genannt, besonders gut geeignet ist.
Er stammt aus Mittel- und Südamerika, wo er nicht nur als gesundes Lebensmittel und Gewürz, sondern auch als Heilmittel eingesetzt wurde. Heute wird er aber auch in warmen Regionen wie zum Beispiel in China, Nigeria, Uganda, Tansania, Äthiopien, Türkei, Indien, Thailand und Japan angebaut.
Chillies gehören zur Familie der Nachschattengewächse und sind eng verwandt mit den Gewürz- und Gemüsepaprika.
Die Pflanze ist strauchig und kann eine Höhe von 1,8 m erreichen. Aus den Blattachseln wachsen grünlich-weiße Blüten, aus denen sich die Chillies entwickeln.
Die Früchte sind anfangs grün und verfärben sich während der Reife orangerot bis dunkelrot.

 

Anbau & Ernte
Obwohl die Früchte zu unterschiedlichen Zeiten reifen und somit manuell geerntet werden müssen, ist die Pflanze gut für den Großanbau auf Feldern geeignet.
Nach der Ernte werden sie getrocknet. Sie sind dann ganz, grob oder gemahlen im Handel erhältlich.

Verwendung
Alle Chili Sorten sind scharf, bis sehr scharf und manche Sorten haben einen leicht rauchigen, etwas bitteren Geschmack und eine beißende Schärfe. Sie können bis zu 50.000 Scoville enthalten, einige sogar noch deutlich mehr. Die derzeit schärfste Chili-Sorte ist die „Carolina Reaper“. Ihr Durchschnittswert lag bei über 1,5 Millionen Scoville-Einheiten.
Chili darf nur ganz sparsam verwendet werden, denn selbst kleine Prisen entwickeln in allen Gerichten eine feurige Schärfe. Schon winzige Partikel lösen nach dem Einatmen schon einen Niesreiz aus.
Die Scharfstoffe im Chili erregen die Schmerz- und Wärmerezeptoren der Haut und Schleimhaut, fördern die Durchblutung und wirken somit gegen Muskelverspannungen. Aus diesem Grund wird er häufig in der Medizin in Form von Wärmepflastern benutzt.
In der Küche wird Chili in asiatischen, thailändischen und indischen Gerichten verwendet. Aber auch in der deutschen Küche kommt er immer häufiger zum Gebrauch, zum Beispiel in Saucen, Suppen, Fleisch- oder Reisgerichten.






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