Sternanis


 

 

Sternanis (lat. Illicium verum), der vom immergrünen Sternanis-Baum geerntet wird, gehört zur Familie der Anis-Gewächse und ist in tropischen Regionen beheimatet.

Er erreicht eine Höhe von 6 m und trägt lederig-zähe, lanzettliche Blätter und grünlich-gelbe Blüten. Aus diesen entwickeln sich rotbraune, korkigholzige Sammelfrüchte, die aus meistens acht jeweils sternförmig um die Mittelachse angeordneten Balgfruchtkapseln bestehen. Die kahnähnlichen Kapseln, die zur Reifezeit an der oberen Bauchnaht aufspringen, sind circa 10-20 mm lang und laufen am vorderen Ende spitz aus. Der Samen, der sich im Inneren der Kapsel befindet ist gelbbraun, glatt und glänzend.

 

Herkunft und Geschichte:

Bereits vor 3000 Jahren war das Gewürz in China als Gewürz- und Arzneipflanze bekannt. Angeblich hat der englische See- und Kaperfahrer Sir Thomas Cavendish es am 09. September 1588 von den Philippinen nach Plymouth mitgebracht. So gelangte der Sternanis nach Europa und verbreitete sich auf unserem Kontinent. Im 18. Jahrhundert setzte er sich in Deutschland durch. Zuvor wurde er jedoch am russischen Hof als Geschmackszutat für Tee verwendet.

 

Ursprünglich war der Sternanis in Südchina beheimatet. Auch in anderen Teilen Südostasiens, z. B. Vietnam, Thailand, auf den Philippinen sowie auf Jamaika wird die Pflanze heute angebaut.

Auf Plantagen werden die Sternanis-Bäume gezogen. Nach 15 Jahren werden die Sammelfrüchte kurz vor der Reife dreimal im Jahr geerntet.

 

Verwendung:

Der streng nach Anis duftende, brennend-würzig schmeckende Sternanis wird als Backgewürz in der Küche genutzt. Desweiteren wird er auch in der Süßwaren- und Kosmetikherstellung verwendet. Als ganze Frucht oder gemahlen wird er in der Getränkeindustrie eingesetzt. Dort würzt Sternanis Tee, Glühwein und diverse Liköre.

Im medizinischen Bereich nutzt man die reizmildernden und schleimfördernden Wirkstoffe für Pharmazieprodukte, die Erkrankungen der Atemwege lindern.

 

Besonders in China sind die achtzackigen Kapseln des Sternanis  ein beliebtes Gewürz. Im landesweit geschätzten Fünf-Gewürze-Pulver ist auch Sternanis vorhanden. Zudem findet man es in verschiedenen lokalen Variationen der Gewürzmischung Garam Masala in Südindien.






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