Senfsaat


 

Beschreibung & Herkunft:

Senf ist seit mindestens 4000 Jahren als Gewürz- und Heilpflanze bekannt. Schon im Mittelalter wurde er häufig benutzt, da der
Pfeffer den Menschen zu teuer war und sie deshalb Senf zum Schärfen nahmen. Die Samen stammen von einer 1m hohen Pflanze, welche zur Familie der Kreuzblütler gehört. Ihre Heimat ist der Süden und der Osten Europas. Heute wird der Senf hauptsächlich in Deutschland, Frankreich, China, Russland, Indien, Griechenland, Türkei, Australien, den USA, etc. angebaut.

 

Arten & Ernte:
Es gibt drei verschiedene Senfsorten. Der weiße Senf entsteht aus den gelben Senfsamen, von welchen die gelbe dünne Schale entfernt wird. Hieraus werden die meisten Senfpasten hergestellt. Er hat ein süßlich-mildes Aroma. Der schwarze Senf entwickelt im Gegensatz zum weißen Senf eine beißende Schärfe wenn man ihn kaut. Er kann nur mit Hand geerntet werden, da die Pflanze zur Reifezeit ihre Samen zu Boden hängen lässt und er deshalb nicht maschinell abgeschnitten werden kann. Der Sarepta-Senf (brauner Senf) ist weniger intensiv als der schwarze Senf und schmeckt leicht bitter. Der weiße/gelbe Senf und der Sarepta-Senf können maschinell geerntet werden. Kurz vor der Reife wird die Pflanze geschnitten und getrocknet. Nach dem Trocknen, wird sie gedroschen, sodass die Samen herausfallen, und anschließend werden die einzelnen Körner noch einmal getrocknet. Gute Ware zeichnet sich durch Körner mit einem Durchmesser von 2,0-2,5mm und mit einer gleichmäßigen gold-gelben Farbe aus.

 

Verwendung:

Senfsamen sind meist geruchlos und geschmackslos. Das Aroma und die Schärfe entwickeln sich bei der Zermürbung und bei dem Zusammentreffen mit Flüssigkeiten. Senf kann als Senfkörner, Senfpulver oder Würzpaste (z.B. Tafelsenf oder Mostrich) verwendet werden. Er ist ein bekanntes Einmachgewürz für Gurken und andere Sauerfrüchte. Außerdem wird er zum Würzen von Suppen, Eintöpfen oder Bohnen- und Kohlgerichten, etc.  verwendet. Die Schärfe des Gerichts hängt jedoch nicht von der Menge dieses Gewürzes ab, sondern auch von der Zubereitung, da die Körner ihre Würzkraft beim Erhitzen abgeben. Nicht nur als Gewürz ist Senf seit vielen Jahren im Gebrauch, sondern auch als Heilmittel. Denn er ist ein besagtes Mittel gegen Rheuma und Arthritis und wirkt außerdem verdauungsfördernd und appetitanregend.






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