Herkunft:
Der Majoran ist eines der bekanntesten Küchenkräuter und wird vor allem wegen seines kräftigen Geschmacks bei deftigen Speisen und Eintöpfen verwendet. Der Majoran ist sehr eng mit dem Oregano verwandt und gilt wie dieser auch als Heilkraut. Das Kraut wird auf Grund seiner anspruchslosen Natur in vielen Gärten und Balkons angebaut. Ursprünglich stammt der Majoran aus den Mittelmeergebieten Anatoliens, wovon er sich bis zum Mittelalter nach Europa durch den Menschen verbreitet hat. Dort galt Majoran damals wie heute als sehr beliebtes Würz- und Heilkraut und wird daher in vielen Ländern angebaut. In seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet wächst der Majoran vor allem an sonnigen Lagen, die über eher flachgründige und lockere Böden verfügen. Heute ist er in einigen Teilen Mitteleuropas auch wild anzutreffen, wobei es sich hier meist um Kulturarten handelt.

 

Ernte:
Man erntet die Triebspitzen und Blütenähren sowie ganze Stängel. Die erste Ernte sollte noch vor der Blüte stattfinden. Aber auch während der Blüte ist die Ernte  möglich. Die Würzkraft ist allerdings vor der Blüte am intensivsten. Am besten schneidet man ihn in den frühen Morgenstunden oder nachmittags, denn dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Die kompletten Stängel schneidet man etwa 5 cm über dem Boden ab. Dann treibt der Majoran häufiger wieder aus, sodass er ein zweites Mal geerntet werden kann. Die zweite Ernte findet in der Regel im September statt.

Verwendung:
Aufgrund der starken ätherischen Öle ist Majoran eine kräftig schmeckende Pflanze mit markantem Geruch. Es hat eine starke Würzkraft und sollte im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern sparsam verwendet werden. Die Blätter werden u.a. für Kartoffelgerichte, für Wild- und Geflügelgerichte und für deftige Eintöpfe verwendet. Außerdem wird Majoran als Aromageber für viele Wurstsorten verwendet, was den alternativen Namen Wurstkraut erklärt.
Viele mediterrane Speisen und Hülsenfruchtgerichte wie Linsen oder Bohnen können mit Majoran eine sehr interessante und geschmacklich hervorragende Basis bilden. In Cremesuppen und Eintöpfen wird Majoran häufig in Verbindung mit Bockwürstchen oder Speck verwendet und kann deftigen Speisen raffiniert würzen.
Majoran kann sowohl frisch, als auch getrocknet oder gefroren verwendet werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern, verliert Majoran beim Trocknen kaum an Aroma. Die Aufbewahrung in aromaschonenden Gefäßen wird jedoch empfohlen. Seltener angewendet, aber dennoch sehr empfehlenswert, ist in neutralem Öl (z.B. Olivenöl) eingelegter Majoran. Dieser lässt sich gut für Salate oder Pasten verwenden.






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